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Pharmaverband VFA-Lobbyist will Grüne beim Verbot der Homöopathie unterstützen

Der Pharmaverband VFA mit seinen Konzern-Mitgliedern (z.B. Bayer AG, Lilly Holding GmbH) hat auf einen Artikel des Homoeopathiewatchblog.de reagiert. Dieser Blog hatte enthüllt (Bericht), dass Mitglieder der Partei Die Grünen planen, einen Verbotsantrag für Homöopathie bei Krankenkassen auf dem Parteitag einzubringen.

Der Lobbyist Norbert Schellberg des VFA-Pharmaverbandes, selbst Mitglied der Grünen und ehemaliger Landtagsabgeordneter der Partei, erklärt als Reaktion auf den Blogartikel am 21.6. auf Twitter, dass er als Vertreter des VFA-Pharmaverbandes den Grünen-Antrag gegen Homöopathie „natürlich gerne“ unterstützen werde. Gleichzeitig verbreitet er die Botschaft an seine Partei, die Grünen, und den Watchblog.

Schellbergs Tweet:

homöopathie vfa

Der Pharmaverband VFA mit seinem Lobbyisten Schellberg ist mehrfach durch Aktivitäten auf Social Media-Kanälen gegen Homöopathie aufgefallen. So bezeichnet Schellberg Homöopathie als „Zuckerkugeln“ und beglückwünschte die Anti-Homöopathie-Lobbyistin N. Grams zu einem Twitter-Preis.

Und Schellberg äußerte sich gegen Homöopathie bei Krankenkassen:

homöopathie krankenkasse

Auf Nachfrage des Homoeopathiewatchblog.de bei der VFA-Pressestelle, ob auch der VFA-Vorstand wie sein Lobbyist die Globuli als Kassenleistung streichen lassen möchte, gibt es kein Dementi vom Pressesprecher. Der Pressesprecher des Pharmaverbandes VFA, Dr. Jochen Stemmler, schreibt auf die Anfrage des Watchblog: „… unser Kollege Norbert Schellberg ist privat auf Twitter unterwegs.“

Auch die Anti-Globul-Lobbyorganisation INH mit Leiterin Natalie Grams hat auf den Blogartikel reagiert und begrüßt die Äußerung des VFA-Pharmalobbyisten Schellberg, den Abschaffungsantrag gegen Globuli von den Grünen unterstützen zu wollen:

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Ein Kommentar

  1. Mir fällt auf, dass von den Krankenkassen selbst kein Kommentar kommt. Sie sind auf Wirtschaftlichkeit aus und sind offensichtlich in der Vergangenheit mit der Homöopathie nicht schlecht gefahren. Hätte sich herausgestellt, dass die verordneten Globuli dazu führen, dass Patienten dadurch viel zu spät „richtig“ therapiert werden und somit doppelte oder gar vielfache Kosten entstehen, hätten die Krankenkassen diese Tarife von sich aus abgeschafft. Doch das scheint nicht der Fall. Bekanntlich gehen nicht so wenig Krankenhauseinweisungen auf Neben- und oder Wechselwirkungen durch herkömmliche Medikamente zurück.
    Haben die jungen Grünen überhaupt Ahnung von der Thematik? Bestimmt nicht. So wenig wie die Jungen Liberalen, die die Impfpflicht einführen wollen.

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