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Jens Spahn äußert sich zur Homöopathie – und ein Ende der Erstattung fordern führende Politiker von CDU und SPD

Die Entscheidung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, die Erstattung von Homöopathie zu verbieten, lockt bisher zurückhaltende Politiker der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD aus ihren politischen Hinterzimmern hervor. Vor Mikrofonen fordern sie für Deutschland ebenfalls ein Ende der Erstattung.

„Es ist schwer vermittelbar, dass Kosten für Homöopathie teilweise übernommen werden, während an anderer Stelle gespart werden muss“, sagte der Vorsitzende des Bundestag-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland RND. „Deswegen kann ich mir durchaus ein Ende der Erstattungsfähigkeit vorstellen.“ Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, sagte dem RND, dass sie die Wirksamkeit homöopathischer Mittel als nicht nachgewiesen sehe. „Ich sehe es deshalb kritisch, dass Krankenkassen und damit die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler diese Mittel finanzieren.“

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reagiert auf die Entscheidung in Frankreich. Eine Sprecherin von ihm ließ am Freitag offen, ob in Deutschland eine Regelung nach französischem Vorbild denkbar wäre.

Das Ziel der GroKo hatte zunächst der SPD-Politiker und „heimliche Gesundheitsminister“ Karl Lauterbach vorgegeben, der sich direkt nach dem Signal aus Frankreich für ein Ende der Erstattung in Deutschland stark gemacht hatte und ankündigte, dass er darüber mit Jens Spahn sprechen wolle (Bericht).

Um den Eindruck einer Art Diskussion in der GroKo zu erwecken, läßt die CDU ihre gesundheitspolitische Sprecherin Karin Maag sagen: „Wir führen keinen Kreuzzug gegen Heilpraktiker und Naturheilver­fah­ren.“ Diese Worte stimmen allerdings nicht mit der Realität überein. Denn Maag und die CDU stimmten im Bundestag beim GSAV-Gesetz am 6.6. gegen den Heilpraktiker und sorgen für die weitgehende Einschränkung einer der wichtigsten Heilpraktiker-Therapien, der Eigenbluttherapie (Bericht).

Auch die Opposition schwimmt auf Lauterbachs Linie. So fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Christine Aschenberg-Dugnus, im RND: „Jeder, der Homöopathie befürwortet, soll sie auch weiter erwerben können. Aber auf Selbstzahlerbasis“.

Und die Grünen bringen im November einen Antrag auf ihrem Parteitag ein, die Erstattung zu beenden (Bericht). Die Grünen arbeiten bei der Formulierung ihres Antrages mit der Anti-Homöopathie-Lobby INH zusammen, wie der Antragssprecher der Grünen, Tim Demisch, auf seinem Twitteraccount am 13. Juli schreibt:

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Nur eine Partei ist nicht für Ende der Homöopathie-Erstattung

Allein die Fraktion Die Linke stellt sich der Großen Anti-Homöopathie-Koalition von CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne entgegen. Der gesundheitspolitischer Sprecher Harald Weinberg sagt dem RND, dass der die Debatte für überzogen halte, da die Kosten der Kassen für Homöopathie extrem niedrig seien und es wichtigere Probleme im Gesundheitswesen gebe, beispielsweise den Pflegenotstand in Krankenhäusern.

Wie sehen wir Patienten die Kampagne gegen Globuli?

Aktuell findet ein Kulturkampf von Politik und Pharmakonzernen mit ihren Lobbys gegen Patienten statt, in dem Patienten aber nicht mehr länger schweigen. Während Patienten Homöopathie lieben (jeder Zweite nutzt sie, 4 von 5 Patienten möchten sie von ihrer Kasse erstattet haben), wollen Politik und Pharmakonzerne mit Lobbys ihre Schulmedizin durchsetzen und den Patienten die Therapie und Alternativmedizin entziehen – aus rein pekuniären Gründen, da Homöopathie die Umsätze von Pharmakonzernen mit Schulmedizin schmälert (Globuli machen beispielsweise immerhin 10 Prozent des OTC-Marktes aus). Da Lobbygruppen der Pharmakonzerne uns Patienten die Anwendung von Globuli über ihre Medienarbeit nicht abspenstig machen können – wie Umfragen zeigen – , setzen sie bei der Politik an, um den Patienten über veränderte regulatorische Rahmenbedingungen (Verbot bei Kassen wie aktuell in Frankreich oder in Deutschland mit Wahltarifen, raus aus Apotheken, Verlust Arzneimittelstatus) die Globuli zu entziehen.

Das Ringen um die Homöopathie ist ein Kulturkampf: Politik und Pharmakonzerne möchten die teure Schulmedizin als alleinige Therapie durchsetzen und Homöopathie und Heilpraktiker vom Markt verdrängen, die Patienten möchten die Homöopathie und Therapeuten wie die Heilpraktiker*innen bewahren. Der Homoeopathiewatchblog sowie einzelne Patientenvereine wie BPH, Hahnemannia oder Homöopathische Vereine (z.B. HV-Dettingen.de oder HV Ansbach) und Patienten wie Kira Walkenhorst oder Prinz Charles und viele Patienten von Heilpraktikern (hier einige Stimmen von ihnen für ihre HPs) sind ein gutes Beispiel, dass sich Patienten diesen Kulturkampf von Politik und Pharma mit ihrer Lobby gegen Patienteninteressen nicht mehr widerstandslos gefallen lassen.

Was unternehmen Verbände und Hersteller gegen die aktuelle Anti-Homöopathie-Kampagne von Politik und Anti-Globuli-Lobby nach der Frankreich-Entscheidung und wie äußern sie sich dazu?

Eine Überprüfung der Webseiten und Social-Media-Accounts von homöopathischen Verbänden und Herstellern ergibt, dass sie sich nicht zur aktuellen politischen Kampagne äußern.

Eine Überprüfung der Webseiten und Social-Media-Accounts von homöopathischen Verbänden und Herstellern ergibt keine Hinweise, dass sie etwas gegen die aktuelle Kampagne nach Frankreich unternehmen.

 

 


 

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