auge auf Gegner der Homöopathie

Die neue Anti-Homöopathie-Lobby-Leiterin Hübner habe ein „beschämendes“ Patientenbild, kritisieren homöopathische Ärzte in einem Statement

Nachdem die Anti-Homöopathie-Lobby INH ihre Leitung Grams im April ausgetauscht hat, versandete die Medienarbeit der Lobby über Monate. In ihrem ersten Interview als neue INH-Leiterin fällt die Medwatch-Beirätin Jutta Hübner nun im Juni auf. Hübner gibt in der Apotheken Umschau (Link) die üblichen Lobby-Informationen gegen Homöopathie und Homöopathen sowie zu Covid-19 wieder. Neu ist ihre verschärfte Verbal-Attacke gegen Patienten, die Homöopathie nutzen. Hübners Medwatch als Anti-Homöopathie-Lobby-Magazin wird genauso wie Hübners Anti-Homöopathie-Lobby INH u.a. vom juristischen Abmahnverein Dt. Konsumentenbund finanziert, der Geld über Abmahnungen von Heilpraktikern und Homöopathen eintreibt.

Das Interview von Hübner wirkt so, als ob die Anti-Homöopathie-Lobby in einer Strategieerweiterung nun verstärkt Patienten ins Visier nehmen möchte, die Homöopathie nutzen. Bisher hat die Lobby vor allem die Therapie und Therapeuten thematisiert.

Wie homöopathische Ärzt*innen diese erste Attacke von Hübner bewerten, befragte ich stellvertretend für die 7.000 Ärzte die Vorständin und homöopathische Ärztin Ulrike Fröhlich von der Hahnemann-Gesellschaft. Ihr Urteil fällt eindeutig aus: Fröhlich stuft die Äußerungen Hübners in Richtung patientenfeindlich ein.

Hübner hat öffentlich erklärt, dass die politischen Regularien zur Homöopathie und zu Heilpraktikern ihre Ziele sein werden. Vor diesem Hintergrund sind ihre Äußerungen auch gegen Patienten einzustufen.

 

Statement von Ulrike Fröhlich, Hahnemann-Gesellschaft

Frau Prof. Hübner behauptet, dass Patientinnen und Patienten Heilungsgewissheit erwarten. Die Antwort auf die Frage, wie sie mit dieser fehlenden Heilungsgewissheit in der Onkologie umginge, lässt sie unbeantwortet. Stattdessen führt sie den Euphemismus „Chancen- und Risikokommunikation“ ein, als würden die Patientinnen und Patienten den Unterschied nicht merken.

Niedlich ihre Vorstellung vom Auftreten homöopathischer Ärztinnen und Ärzte als rhetorisch manipulierende Halbgötter in Weiß – dies liegt so neben der Realität, dass man sich fragt, welche unterbewusste Fantasie hier wirkt.

Bestürzend jedoch ist ihr Bild von der Herde der Leitung und Lenkung suchenden Patientinnen und Patienten, die sich einem paternalistischen Herrschaftssystem unterwerfen würden, um aus einer real bedrohlichen Situation heraus zu kommen- das habe ich noch nicht erlebt. Im allgemeinen handelt es sich bei den Patientinnen und Patienten um wache, interessierte und aufgeschlossene Menschen, die sehr dankbar für transparente Informationen sind, sich an unterschiedlichen Stellen informieren, um dann eine für sie selbst stimmige Entscheidung im Behandlungsfall zu treffen. Das Vertrauen entsteht in diesen Prozessen durch gegenseitige Ehrlichkeit und Transparenz der Beteiligten. 

Fazit: Der mit Behauptungen und persönlichen Meinungsäußerungen übervolle Beitrag hat fachlich substanziell nichts zu bieten. Das verzerrte Patientenbild von Frau Hübner ist beschämend.

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, bitte beachten Sie die Kommentarregeln (sachlich, Meinung ohne Beleidigung etc.) und die DSGVO (siehe Menü).

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.